VfL Pfullingen II – HSG Böblingen/Sindelfingen 25:32 (12:13)
Die zweite Männermannschaft des VfL Pfullingen musste sich in ihrem ersten Heimspiel der Saison der HSG Böblingen/Sindelfingen mit 25:32 geschlagen geben. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 12:13 noch völlig offen.
Pfullingen erwischte einen starken Start und setzte sich früh auf 4:0 ab. Auch in der Folge blieb der VfL zunächst tonangebend und führte zwischenzeitlich mit 8:3. In dieser Phase war es erneut eine starke Defensive über die sich der VfL auszeichnen konnte. In der Folge konnten sich die Gäste jedoch Tor um Tor herankämpfen und beim 8:8 erstmals ausgleichen.
Eine entscheidende Szene ereignete sich kurz vor der Pause. Michael Reisch wurde nach einem groben Foulspiel disqualifiziert. In der anschließenden Rudelbildung erhielten zudem Hannes Werner und Böblingens Dominik Möller die Rote Karte. Damit verlor der VfL auf einen Schlag zwei Spieler. Reisch hatte bis zu diesem Zeitpunkt auf Rückraummitte ein gutes Spiel gemacht, das Pfullinger Angriffsspiel gelenkt und vier Treffer erzielt.
Trotz der personellen Rückschläge blieb Pfullingen zunächst in Schlagdistanz. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit gelang es der HSG jedoch zunehmend, sich abzusetzen. Ein Grund dafür war die Chancenverwertung des VfL. Zu häufig scheiterte man am starken gegnerischen Torhüter Tobias Krems, wodurch einige gute Möglichkeiten ungenutzt blieben.
Hinzu kamen Probleme im Rückzugsverhalten. Nach Ballverlusten und Abschlüssen schalteten die Pfullinger nicht immer schnell genug um, sodass Böblingen/Sindelfingen wiederholt zu einfachen Treffern über die erste und zweite Welle kam. Aus einer weiterhin engen Partie entwickelte sich so nach und nach ein größerer Rückstand. Mitte der zweiten Halbzeit lag der VfL zunächst nur mit 17:21 zurück, in der Schlussphase konnten die Gäste ihren Vorsprung jedoch weiter ausbauen.
Pfullingen versuchte bis zum Ende gegenzuhalten, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Die HSG spielte die Partie in den letzten Minuten konsequent zu Ende und setzte sich schließlich mit 32:25 durch.
Damit blieb die erhoffte erfolgreiche Heimpremiere für den VfL aus. Nach einem starken Beginn waren es vor allem die fehlende Konsequenz im Abschluss, das verbesserungswürdige Rückzugsverhalten und die personellen Einschnitte nach den Disqualifikationen, die es den Pfullingern zunehmend schwer machten, die Partie offen zu halten. (th)