VfL Pfullingen – Rhein-Neckar Löwen II 19.09.2026, 20 Uhr
Nach dem beeindruckenden Auswärtssieg beim TSB Heilbronn-Horkheim wartet auf die Drittligahandballer des VfL Pfullingen am kommenden Samstag die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Um 20 Uhr empfangen die Echazstädter die Rhein-Neckar Löwen II in der heimischen Kurt-App-Halle.
Besser hätte der Start in die neue Spielzeit für die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer kaum laufen können. Nach den Siegen gegen den TSB Schwäbisch Gmünd (33:25) und bei der HSG Albstadt (27:34) setzte der VfL am vergangenen Wochenende ein echtes Ausrufezeichen. Beim amtierenden Vizemeister TSB Heilbronn-Horkheim feierten die Pfullinger einen auch in der Höhe beeindruckenden 34:44-Auswärtssieg. Mit 6:0 Punkten und einem Torverhältnis von 111:86 steht der VfL damit nach drei Spieltagen an der Tabellenspitze.
Nun kommt mit den Rhein-Neckar Löwen II allerdings eine Mannschaft in die Kurt-App-Halle, die traditionell nur schwer auszurechnen ist. Die Junglöwen fungieren als direkte Schnittstelle zwischen Nachwuchs- und Profibereich und setzen auch in dieser Saison wieder auf zahlreiche junge Talente. „Da kommt eine Mannschaft mit einigen neuen Gesichtern auf uns zu. Es sind wieder einige junge Spieler aus der Jugend nachgerückt, dazu kommen ein paar erfahrenere Akteure. Mit Jan Kraft haben sie beispielsweise einen Spieler, der mittlerweile schon über längere Drittliga-Erfahrung verfügt“, beschreibt Gerstlauer den kommenden Gegner.
Der Kronauer Bundesliganachwuchs, dem sich der ehemalige VfL-Spieler Conrad Schmitt im Sommer anschloss, ist mit einem deutlichen 35:26-Heimsieg gegen den TV Bittenfeld II in die Saison gestartet, musste sich anschließend aber zunächst beim TSB Schwäbisch Gmünd knapp mit 31:32 und zuletzt bei HBW Balingen-Weilstetten II mit 30:35 geschlagen geben. Mit 2:4 Punkten rangiert die Mannschaft von Trainer Holger Löhr aktuell auf dem zwölften Tabellenplatz.
Dass die aktuelle Tabellensituation über die Qualität des Gegners nur wenig aussagt, weiß man beim VfL auch aus der vergangenen Saison. Damals mussten sich die Pfullinger im Hinspiel in der Kurt-App-Halle mit 25:31 geschlagen geben. Im Rückspiel gelang die Revanche: Nach zwischenzeitlicher Neun-Tore-Führung entwickelte sich die Partie noch zu einem echten Krimi, den der VfL am Ende knapp mit 32:31 für sich entschied.
Gerade aufgrund der personellen Wechsel im Nachwuchsteam sieht Gerstlauer in den Junglöwen zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison aber auch eine gewisse Unbekannte: „Mal sehen, was auf uns zukommt. Bei der Nachwuchsmannschaft eines Erstligisten ist immer eine gewisse unbekannte Variable dabei. Man weiß nie genau, was eine solche Truppe im Köcher hat.“
Entscheidend wird für die Echazstädter deshalb vor allem sein, sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Gegen die junge und temporeiche Mannschaft der Löwen möchte der VfL Ballverluste vermeiden und den Gegner möglichst nicht ins Tempospiel kommen lassen. „Für uns wird es wichtig sein, vorne diszipliniert zu spielen, damit wir das Gegenstoßspiel der Löwen weitgehend vermeiden können“, erklärt Gerstlauer. Gleichzeitig soll die zuletzt starke Pfullinger Defensive erneut die Grundlage bilden. „Wir müssen konsequent und körperlich verteidigen“, fordert der VfL-Trainer. Daraus sollen dann auch wieder die eigenen Stärken im Umschaltspiel entstehen: „Wir wollen selbst wieder in unser Gegenstoßspiel kommen. Das hat in Horkheim schon sehr häufig sehr gut funktioniert.“
Nach drei Siegen zum Auftakt ist das Ziel für Samstag damit klar. Der VfL möchte vor heimischem Publikum nachlegen und seine weiße Weste verteidigen. „Selbstverständlich wollen wir zwei weitere Punkte holen“, macht Gerstlauer deutlich. Dafür hoffen die Echazstädter auch wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen der Kurt-App-Halle.