VfL Pfullingen – TSB Schwäbisch Gmünd 33:25 (17:13)
Der VfL Pfullingen ist erfolgreich in die neue Saison 2026/2027 gestartet. Im ersten Heimspiel der Spielzeit setzte sich die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer in der Kurt-App-Halle mit 33:25 (17:13) gegen den Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd durch und feierte damit direkt den ersten Heimsieg der neuen Spielzeit. Dass trotz der Ferienzeit rund 700 Zuschauerinnen und Zuschauer den Weg in die Halle fanden, sorgte dabei für einen stimmungsvollen Rahmen zum Saisonauftakt.
Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Partie gegen einen unangenehm zu bespielenden Aufsteiger. Die Gäste setzten immer wieder auf das Spiel mit sieben Feldspielern und agierten phasenweise mit vier Rückraumspielern. Der VfL, der kurzfristig auf Spielmacher Lasse Schiemann (Rückenverletzung) verzichten musste, war auf diese Variante allerdings gut vorbereitet und fand defensiv immer wieder die richtigen Antworten. Nach dem 0:1-Rückstand übernahm Pfullingen zunehmend die Kontrolle und setzte sich durch einen 6:1-Lauf von 3:3 auf 9:4 ab. Beim 10:4 nach gut 16 Minuten betrug der Vorsprung erstmals sechs Tore.
Ein wichtiger Faktor dabei war Neuzugang Sören Hamann. Der vom TSV Neuhausen/Filder an die Echaz gewechselte Torhüter erwischte bei seinem ersten Pflichtspiel im VfL-Trikot einen starken Einstand und avancierte mit zahlreichen Paraden direkt zu einem der Matchwinner. Offensiv sorgte vor allem Niklas Roth für Gefahr. Der Rückraumspieler traf insgesamt siebenmal und hatte damit maßgeblichen Anteil daran, dass der VfL seinen Vorsprung immer wieder behaupten konnte. Auch Fynn Hofele zeigte sich mit sechs Treffern treffsicher. Nach 30 Minuten ging es mit einer 17:13-Führung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel erwischte Schwäbisch Gmünd zunächst den besseren Start und verkürzte auf 17:15. Der VfL ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Nach dem zwischenzeitlichen 20:17 kam Pfullingen wieder besser ins Spiel und legte durch vier Treffer in Folge den Grundstein für die Vorentscheidung. Vor allem Niklas Roth drückte der Partie in dieser Phase seinen Stempel auf und erhöhte innerhalb weniger Minuten auf 21:17, 22:17 und 23:17.
Zwar kam der Aufsteiger noch einmal auf 24:20 heran, doch auch davon ließ sich die Mannschaft von Fabian Gerstlauer nicht mehr aus der Ruhe bringen. Christopher Rix und Fynn Hofele sorgten gemeinsam mit Axel Goller dafür, dass der Abstand wieder anwuchs. Beim 28:21 gut sieben Minuten vor dem Ende war die Partie schon fast entschieden. Am Ende stand ein verdienter 33:25-Heimerfolg auf der Anzeigetafel.
„Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, um gut ins Spieljahr zu starten“, fasste Trainer Fabian Gerstlauer die Bedeutung des Auftakts zusammen. Gleichzeitig zeigte sich der VfL-Coach zufrieden damit, wie seine Mannschaft mit der unangenehmen Spielweise des Aufsteigers umging: „Wir waren gut auf das Sieben-Gegen-Sechs und die vier Rückraumspieler vorbereitet und haben das defensiv ingesamt stark gelöst.“ Besonders wichtig war für Gerstlauer, dass sich seine Mannschaft bereits in der ersten Halbzeit absetzen konnte: „Das war wichtig für unser Spiel. Danach konnten wir den Gegner auch immer auf Abstand halten.“ Diese Führung gab dem VfL im weiteren Spielverlauf die nötige Ruhe, auch als die Gäste nach der Pause noch einmal Druck machten.
Mit dem ersten Heimsieg sammelt der VfL nicht nur die ersten beiden Punkte der Saison, sondern auch eine gute Portion Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben. „Vieles hat direkt zum Auftakt gut funktioniert, das gibt uns Selbstvertrauen und macht Lust auf die nächsten Aufgaben“, lautete das Fazit des Trainers. Gleichzeitig weiß Gerstlauer, dass trotz des gelungenen Auftakts noch Luft nach oben ist: „Trotzdem müssen wir in manchen Situationen noch geduldiger agieren und unsere Chancenverwertung verbessern.“
Am kommenden Samstag, den 5. September 2026 steht für den VfL Pfullingen das erste Auswärtsspiel an. Um 19 Uhr sind die Echazstädter beim nächsten Aufsteiger, der HSG Albstadt zu Gast. Die Mannschaft hofft aufgrund der kurzen Strecke auf viele VfL-Fans, die sie mit zum ersten Auswärtsspiel der Saison begleiten werden.
Randnotiz: Aufgrund technischer Schwierigkeiten mit der neuen Verbandssoftware konnte Sascha Brodbeck im elektronischen Spielberichtsbogen nicht ausgewählt werden. Nach Rücksprache mit dem Deutschen Handballbund (DHB) und mit Zustimmung aller Beteiligten (Heimverein, Gastverein, Schiedsrichter und Kampfgericht) wurde daher Kimi Mattis Hirsch anstelle von Sascha Brodbeck im Spielberichtsbogen eingetragen. Sascha Brodbeck konnte somit ordnungsgemäß und regelkonform unter dem Namen von Kimi Mattis Hirsch am Spiel teilnehmen.