VfL Pfullingen – Rhein-Neckar Löwen II 36:27 (17:14)
Der VfL Pfullingen bleibt in der 3. Liga Süd weiter ohne Punktverlust. Gegen die Rhein-Neckar Löwen II setzte sich die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer am Samstagabend in der heimischen Kurt-App-Halle mit 36:27 durch. Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Halbzeit drehte der VfL, der neben Julius Schmidt (Bänderverletzung im Sprunggelenk) auch auf Felix Zeiler (muskuläre Probleme im Oberschenkel) verzichten musste, nach dem Seitenwechsel auf und sorgte mit einer starken Abwehrleistung für klare Verhältnisse.
Die Gäste aus Mannheim erwischten den besseren Start und gingen zunächst mit 4:1 in Führung. Der VfL ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und fand zunehmend besser in die Partie. In der Abwehr standen die Pfullinger aufmerksam und auch im Angriff erspielten sich die Gastgeber immer wieder gute Möglichkeiten. An der Chancenverwertung haperte es aber zunächst.
Beim 5:5 war der Ausgleich hergestellt, wenig später ging der VfL beim 6:5 erstmals in Führung. Über 8:6 und 11:8 konnte sich Pfullingen anschließend einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Die Rhein-Neckar Löwen II blieben jedoch dran und verhinderten, dass sich der VfL frühzeitig entscheidend absetzen konnte.
Pfullingen hatte mehrfach die Möglichkeit, den Vorsprung weiter auszubauen, ließ jedoch einige gute Chancen ungenutzt. So blieb die Partie bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit eng. Nach dem 15:14 legte der VfL noch einmal nach: Sascha Brodbeck erhöhte auf 16:14, ehe Axel Goller kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 17:14 traf. Nach dem letzten Treffer der ersten Halbzeit bekam Axel Goller noch die Möglichkeit, den Vorsprung per Siebenmeter weiter auszubauen, scheiterte jedoch am Torhüter der Gäste. Mit einer Drei-Tore-Führung ging es anschließend in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der VfL deutlich dominanter. Pfullingen kam mit viel Energie aus der Kabine und baute den Vorsprung Schritt für Schritt aus. Über 18:14 und 21:17 zog der VfL auf 25:18 davon. Die Junglöwen versuchten zwar weiterhin, den Anschluss zu halten, fanden gegen die nun sehr kompakte Pfullinger Defensive aber kaum noch Mittel.
Gleichzeitig agierte der VfL im Angriff konsequenter als noch im ersten Durchgang und nutzte seine Chancen besser. Die Gastgeber bestimmten nun das Spielgeschehen und ließen die Gäste nicht mehr zurück in die Partie kommen. Auch die Rote Karte gegen Kreisläufer Sascha Brodbeck nach einem harten Foul an einem Gegenspieler brachte die Gastgeber nicht aus dem Konzept. Spätestens beim 30:22 in der 50. Minute war die Begegnung entschieden. Pfullingen blieb auch in der Schlussphase konzentriert, spielte die Angriffe geduldig aus und verteidigte weiterhin konsequent. So wuchs der Vorsprung bis zum Schlusspfiff weiter an. Am Ende stand ein deutlicher 36:27-Heimerfolg auf der Anzeigetafel.
„Es war insgesamt eine sehr gute Leistung von uns“, zeigte sich VfL-Trainer Fabian Gerstlauer nach der Partie zufrieden. Gleichzeitig ordnete er die zunächst enge Begegnung ein: „In der ersten Halbzeit ist es uns lange Zeit nicht gelungen, uns abzusetzen. Man hat gemerkt, dass sich die Rhein-Neckar Löwen ganz gut auf uns vorbereitet haben.“
Trotzdem habe seine Mannschaft sowohl offensiv als auch defensiv immer wieder gute Lösungen gefunden. „In Abwehr und Angriff hatten wir immer gute Lösungen. Nur die Chancenverwertung war schuld daran, dass wir uns nicht noch mehr hätten absetzen können“, erklärte Gerstlauer.
Nach dem Seitenwechsel übernahm der VfL dann endgültig die Kontrolle über die Partie. „In Halbzeit zwei waren wir sehr spielbestimmend und der Gegner hatte in keiner Phase wieder die Chance, ranzukommen“, so der VfL-Coach. Den Grundstein für den deutlichen Erfolg sah Gerstlauer erneut in der Arbeit: „Über insgesamt sehr gute Abwehrleistung gewinnen wir dann auch in der Höhe relativ verdient.“
Topspiel bereits am Freitag
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Pfullingern nicht. Bereits am kommenden Freitag, den 25. September 2026, steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Um 20 Uhr empfängt der VfL in der Kurt-App-Halle die Wölfe Würzburg zum Topspiel.
Damit wartet bereits die nächste attraktive Aufgabe auf die Mannschaft von Fabian Gerstlauer. Die Pfullinger wollen den Schwung aus dem deutlichen Heimerfolg mitnehmen und auch im Topspiel vor heimischem Publikum ihre Serie fortsetzen. Die Mannschaft freut sich dabei erneut auf die Unterstützung von den Rängen.