SV Salamander Kornwestheim – VfL Pfullingen 36:36 (17:16)
Der VfL Pfullingen bleibt in der 3. Liga Süd weiterhin ungeschlagen. Im Spitzenspiel beim SV Salamander Kornwestheim erkämpften sich die Echazstädter nach einer intensiven und torreichen Partie ein 36:36-Unentschieden. Dabei sah es zwischenzeitlich alles andere als nach einem Punktgewinn aus. Doch die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer kämpfte sich mehrfach zurück und hatte in den Schlusssekunden sogar noch die Möglichkeit, den Auswärtssieg perfekt zu machen.
Personell musste der VfL Pfullingen im Spitzenspiel gleich auf mehrere Spieler verzichten. Christopher Rix fehlte studiumsbedingt, Axel Goller war unter der Woche krank und auch Sascha Brodbeck sowie Julius Schmidt standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Trotz der Ausfälle reisten die Pfullinger mit viel Selbstvertrauen nach Kornwestheim und wollten ihre Serie als bislang ungeschlagene Mannschaft auch beim Vorjahresmeister fortsetzen.
Der VfL erwischte dabei einen hervorragenden Start. Niklas Roth und Mathis Roth sorgten mit ihren Treffern für eine schnelle 3:0-Führung. Doch die Gastgeber fanden zunehmend besser ins Spiel und glichen bereits nach fünf Minuten zum 3:3 aus. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem sich Kornwestheim zunächst leichte Vorteile erspielen konnte.
Vor allem Moritz-Lukas Lanig und Felix Kazmeier stellten die Pfullinger Defensive immer wieder vor Probleme. Nach dem 7:5 konnte sich der Vorjahresmeister zwischenzeitlich auf 11:8 absetzen. Der VfL ließ sich davon jedoch nicht abschütteln. Felix Zeiler und Mathis Roth hielten die Echazstädter in Schlagdistanz, während Lasse Schiemann und Fynn Hofele kurz vor der Pause entscheidend verkürzten. Nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand kämpfte sich Pfullingen bis auf 16:16 heran. Den letzten Treffer des ersten Durchgangs erzielten allerdings die Gastgeber, sodass es mit einem knappen 17:16 in die Kabinen ging.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie äußerst temporeich und umkämpft. Kornwestheim erwischte zunächst erneut den besseren Start und setzte sich auf 20:17 ab. Doch der VfL zeigte sich unbeeindruckt und arbeitete sich Tor um Tor zurück. Mit Treffern von Felix Zeiler, Paul Prinz und Lukas List gelang zunächst der Anschluss, ehe die Pfullinger beim 22:22 wieder vollständig aufgeschlossen hatten.
In der Folge wechselte die Führung mehrfach. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und fanden im Angriff immer wieder Lösungen. Als Kornwestheim beim 26:24 erneut vorne lag, schlug der VfL zurück. Niklas Roth und Lasse Schiemann sorgten für den Ausgleich, ehe Schiemann in der 47. Minute erstmals die Pfullinger Führung zum 27:28 erzielte.
Doch die Gastgeber ließen sich ebenfalls nicht abschütteln und glichen wenig später wieder aus. In einer hektischen Schlussphase ging Kornwestheim beim 34:32 erneut mit zwei Toren in Führung. Der VfL bewies jedoch weiterhin großen Kampfgeist. Felix Zeiler verkürzte, ehe er kurz darauf auch den Ausgleich zum 34:34 erzielte. Johnny Beck brachte Pfullingen anschließend mit 34:35 und wenig später auch mit 35:36 in Führung.
Die Schlusssekunden waren an Spannung kaum zu überbieten. Nach dem Ausgleich zum 35:35 brachte Niklas Roth den VfL erneut in Führung. Doch 38 Sekunden vor dem Ende verwandelte Felix Kazmeier einen Siebenmeter zum 36:36. In den letzten Sekunden nahm der VfL noch einmal eine Auszeit. Die Pfullinger spielten sich einen letzten Wurf heraus, doch Felix Zeiler konnte seine Chance leider nicht nutzen. Kornwestheim bekam anschließend noch die Möglichkeit auf einen Gegenstoß – doch Sören Hamann behielt die Nerven und parierte den letzten Wurf der Gastgeber. Damit blieb es beim leistungsgerechten 36:36-Unentschieden.
„Am Ende können wir froh über einen Punkt sein und bleiben damit weiter ungeschlagen“, resümierte VfL-Trainer Fabian Gerstlauer nach der Partie. „Trotz eines guten Starts haben wir uns auf ein wildes Spiel mit vielen Fehlern eingelassen. Obwohl wir in der ersten Halbzeit teilweise mit vier Toren und in der zweiten Halbzeit mit drei Toren zurücklagen, sind wir immer drangeblieben und hatten zum Schluss sogar die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen.“ Über den gesamten Spielverlauf gesehen sei es damit ein gewonnener Punkt beim Meister des letzten Spieljahres, so Gerstlauer.
Mit dem Unentschieden bleibt der VfL Pfullingen auch nach dem Spitzenspiel ungeschlagen und behauptet seine Position an der Tabellenspitze der 3. Liga Süd. Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Echazstädtern allerdings nicht: Bereits am kommenden Wochenende wartet die nächste Herausforderung, am Samstag, den 10. Oktober 2026 ist um 20 Uhr der HC Erlangen II in der Kurt-App-Halle zu Gast.