TSV Neuhausen/Filder – VfL Pfullingen 28:24 (14:12)
Die Siegesserie der Drittligahandballer des VfL Pfullingen ist gerissen. Nach acht Erfolgen in Serie mussten sich die Echazstädter am Freitagabend beim TSV Neuhausen/Filder mit 24:28 geschlagen geben.
Das Spiel begann zerfahren, beide Teams wirkten zunächst nervös. Entsprechend fielen nur wenige Tore, und es dauerte sechseinhalb Minuten, bis der VfL Pfullingen durch Kreisläufer Paul Prinz erstmals in der Egelsee-Halle traf. In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. In der 13. Minute brachte Lasse Schiemann den VfL per Siebenmeter mit 5:3 erstmals mit zwei Toren in Führung. Neuhausen ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und glich durch den ehemaligen Pfullinger Lukas Fischer, der sich in starker Verfassung präsentierte, in der 18. Minute zum 6:6 aus.
Pfullingen legte in den folgenden Minuten noch zweimal vor, doch mit einem 3:0-Lauf drehten die Gastgeber die Partie von 7:8 auf 10:8 (21. Minute). In der 26. Minute glich Niklas Roth zum 12:12 aus, allerdings gelang es dem VfL in den verbleibenden Minuten der ersten Halbzeit nicht mehr, den Ball im Tor der „MadDogs“ unterzubringen. So ging es beim Stand von 14:12 in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel glich Silas Wagner in der 34. Minute zum 15:15 aus. Neuhausen blieb jedoch tonangebend und setzte sich nach zwei verwandelten Siebenmetern von Lukas Fischer in der 40. Minute erstmals auf drei Tore ab. Vier Minuten später lag Neuhausen beim 23:18 sogar mit fünf Treffern vorne. Der VfL Pfullingen tat sich weiterhin im Abschluss schwer und scheiterte zu häufig am zukünftigen VfL-Keeper Sören Hamann im Tor der Gastgeber. Dass Niklas Roth nach einem Foul an Philipp Keppeler in der 46. Minute außerdem die Rote Karte sah, machte die Situation noch schwieriger. So gelang es der Mannschaft von Fabian Gerstlauer nicht mehr, die Partie zu drehen. Zwar fielen auch auf Seiten der „MadDogs“ in der Schlussphase nur noch wenige Tore, am Ende setzten sich die Gastgeber jedoch verdient mit 28:24 durch.
„Wir haben in der Endabrechnung viel zu viele freie Chancen liegen lassen. Bei einer gegnerischen Torwartquote von 50 Prozent ist es schwer, ein Spiel zu gewinnen“, fand der VfL-Trainer nach der Partie klare Worte. „Nach so einer langen Siegesserie ist das natürlich ernüchternd, weil mehr drin gewesen wäre“, zeigte er sich enttäuscht.
Zugleich zollte er dem Gegner Respekt: „Man darf auch mal in Neuhausen verlieren. Die Qualität des Kaders ist top für die 3. Liga – Lukas Fischer mit einem herausragenden Spiel, Simon Kosak am Kreis, der uns phasenweise Probleme bereitet hat, und Sören Hamann im Tor mit einem starken Tag. Wenn dann noch Linus Schmidt so verteidigt, ist das ein absolutes Top-Team.“