#Männereins gewinnen bei der HSG Konstanz zum Jahresauftakt

#Männereins gewinnen bei der HSG Konstanz zum Jahresauftakt

HSG Konstanz – VfL Pfullingen 32:33 (15:15)

Mit einem starken Auftritt am Bodensee sind die Drittligahandballer des VfL Pfullingen erfolgreich ins neue Jahr 2026 gestartet. Bei der HSG Konstanz setzte sich die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer knapp mit 32:33 durch. Beim Comeback von Lasse Schiemann nach knapp einem Jahr Verletzungspause wegen einer Schulterverletzung traf Kapitän Lukas List Sekunden vor Schluss zum vielumjubelten Siegtreffer.

Den ersten Aufreger gab es bereits vor dem Anpfiff, denn das Aufwärmprogramm wurde von einem Feueralarm unterbrochen. Nachdem die Pfullinger Mannschaft die Halle geräumt hatte und ca. 15 Minuten in der Kälte warten musste, wurde die Partie mit 20 Minuten Verspätung um 20:20 Uhr angepfiffen.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie. So führte Konstanz nach rund vier Minuten mit 3:1 und nach rund zehn Minuten mit 7:4. Pfullingen, das krankheitsbedingt kurzfristig auf Kreisläufer Paul Prinz verzichten musste, tat sich im Angriff zunächst schwer mit der starken 6:0-Abwehr der HSG. Nach dem 8:5 durch den Konstanzer Tim Enninghorst bließ der VfL aber zur Aufholjagd und kam mit einem 0:3-Lauf bis zur 17. Minute zum 8:8-Ausgleich. Zur Führung reichte es aber nicht, im Gegenteil, in den folgenden Minuten zog die HSG Konstanz mit einem 3:0-Lauf wieder davon – und führte auch in der 24. Minute beim Stand von 13:10 noch mit drei Toren. Johnny Beck gelang danach der 13:11-Anschlusstreffer – und Axel Goller glich mit zwei Toren in Folge zum 13:13 aus. Zwar unterbrach Jo Knipp den kleinen Pfullinger Lauf mit seinem Treffer zum 14:13, Goller ließ aber direkt zwei weitere Tore folgen und brachte den VfL Pfullingen 14 Sekunden vor der Pausensirene vom Sieben-Meter-Strich erstmals in Führung. Im Gegenzug mussten die Echazstädter aber noch den Ausgleichstreffer zum 15:15-Halbzeitstand hinnehmen.

Der VfL Pfullingen kam gut aus der Halbzeitpause. Zunächst traf Julius Schmidt zum 15:16, dann erneut Axel Goller per Strafwurf zum 15:17. Konstanz konterte dies durch den Treffer von Maxim Pliuto zum 16:17. Nach einer Zeitstrafe gegen Felix Zeiler rissen die Konstanzer mit zwei weiteren Treffern zum 17:17 und 18:17 die Führung wieder an sich. Bis zum 23:23 in der 47. Minute glich der VfL immer wieder aus, dann zog der Zweitligaabsteiger aber mit einem 4:0-Lauf auf 27:23 davon. Lange hatte die deutliche Führung aber nicht Bestand, den Pfullingen zeigte Kampfgeist und Moral und war nach den Treffern von Niklas Roth und Lasse Schiemann und einem schönen Gegenstoßtor von Mathis Roth in der 54. Minute wieder mit 27:26 dran. In der spannenden Schlussphase hatte Konstanz nach dem Treffer von Jo Knipp zum 28:26 (54. Minute) zunächst alle Trümpfe in der Hand, Pfullingen gab, angepeitscht von den zahlreichen mitgereisten VfL-Fans, unter denen auch einige VfL-Fußballer waren, aber nicht auf und glich durch Axel Goller und Lukas List binnen einer Minute zum 28:28 aus. Konstanz gab in der Folge aber weiter vor – Bis Axel Goller erneut vom Sieben-Meter-Strich traf und Julius Schmidt den VfL in der 58. Minute mit 30:31 in Führung brachte. Das Spiel spitzte sich immer weiter zu. Konstanz‘ Christos Erifopoulos und Axel Goller blieben in der 59. Minute beide nochmal eiskalt vom Sieben-Meter-Strich. Dann glich der belarussische Nationalspieler der HSG, Nikita Pliuto, 17. Sekunden vor Ende noch zum 32:32 aus. VfL-Trainer Fabian Gerstlauer nahm 13 Sekunden vor Schluss seine letzte Auszeit. In der Folge schaffte es der VfL, den letzten Spielzug auf den Punkt auszuspielen – den Kapitän Lukas List traf eine Sekunde vor der Hallensirene zum 32:33-Auswärtssieg. Nach dem Abpfiff brachen bei den Pfullinger Spielern und den Fans alle Dämme, minutenlang ließ sich das Team von den mitgereisten Anhängern feiern. Die Party ging anschließend auch im Gästeblock noch weiter.

„Das war ein starkes Spiel von uns. Wir kämpfen uns zwei mal nach einem Drei-Tore-Rückstand zurück und sind am Ende eiskalt geblieben“, lobte VfL-Trainer Fabian Gerstlauer nach dem Spiel. In der zweiten Halbzeit hatte Konstanz zwischenzeitlich zwar mehr Spielkontrolle gehabt, „wir haben uns dann aber einen Matchball erarbeitet und diesen auch verwandelt“, fügte er hinzu. Vor allem eine Änderung im Abwehrsystem sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen. Mit Niklas Roth und Lasse Schiemann, die beide ihre Comeback nach Verletzungspausen gegeben haben, hatte der VfL außerdem mehr Optionen, als vor der Weihnachtspause. „Ihre Rückkehr hat unserem Spiel gut getan und wir konnten die Belastung gut verteilen“, so Gerstlauer. Abschließend lobte der VfL-Coach außerdem die mitgereisten VfL-Fans: „Das, was unsere Fans auf der Tribüne abgerissen haben, war richtig stark. Das haben wir in den schwierigen Phasen gebraucht!“

Am kommenden Wochenende geht es mit dem ersten Heimspiel des Jahres weiter. Dann ist niemand geringeres als der Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim in der Kurt-App Halle zu Gast.



von lw - 11. Januar 2026 17:37