VfL Pfullingen – SG Pforzheim-Eutingen 31:28 (19:18)
Strahlende Gesichter, minutenlanger Applaus und laute „Pfullingen, Pfullingen“-Rufe nach dem Abpfiff: Der VfL Pfullingen hat sich nach der Verletzungsmisere vor der Winterpause endgültig zurückgemeldet. Am Samstagabend zeigten die Echazstädter vor heimischem Publikum eine starke Vorstellung und bezwangen den bis dato Tabellendritten SG Pforzheim-Eutingen verdient mit 31:28 (14:13).
Die Gäste aus Pforzheim erwischten den besseren Start in die Partie. Nach fünf Minuten lagen sie mit 3:5 in Führung, nach zwölf Minuten sogar mit 6:9. Wie bereits eine Woche zuvor gegen den TV Erlangen-Bruck benötigte die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer etwas Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Der Wendepunkt folgte in der 17. Minute beim Stand von 9:12: Torhüter Felix Maar parierte einen Siebenmeter von Finn Meißner sehenswert und leitete damit die Aufholjagd ein. Der VfL verkürzte zunächst auf 11:12 und übernahm in der 25. Minute erstmals seit dem 1:0 selbst wieder die Führung (14:13). Diesen knappen Vorsprung nahmen die Echazstädter schließlich auch mit in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich erneut ein offener Schlagabtausch. Pforzheim ging zunächst wieder in Führung (19:20), wenig später stand es sogar 20:22. Doch Pfullingen ließ sich davon nicht beeindrucken, fand schnell zurück in die Spur und drehte die Partie erneut. In der 48. Minute lag der VfL mit 26:24 vorne, vier Minuten später erhöhte Lasse Schiemann mit seinem Treffer sogar auf 29:25. Die Auszeit von Pforzheims Trainer Alexander Lipps stoppte den von den lautstarken Zuschauerinnen und Zuschauern gefeierten 3:0-Lauf. Die Gäste kämpften sich noch einmal heran und verkürzten auf 29:28, dreieinhalb Minuten vor dem Ende war die Spannung in der Halle förmlich greifbar. Doch Pfullingen behielt die Nerven. In der entscheidenden Phase erwies sich Felix Maar erneut als sicherer Rückhalt, während Niklas Roth und Paul Prinz mit ihren Treffern in den Schlussminuten den umjubelten 31:28-Heimsieg perfekt machten.
Trainer Fabian Gerstlauer zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden:
„Das war das erwartet harte Spiel gegen Pforzheim. Gerade in der ersten Halbzeit haben wir ihre Qualität gesehen, vor allem wie sie immer wieder clever Lücken in unserer Abwehr gefunden haben. Im Verlauf der Partie sind wir immer besser zurechtgekommen und haben im Angriff bessere Lösungen gefunden. In der zweiten Halbzeit konnten wir dann sehr dominant auftreten. Auch wenn wir uns im Angriff nicht immer leichtgetan haben, hat unsere Abwehr enorme Energie aufs Spielfeld gebracht. In Kombination mit einem starken Felix Maar haben wir uns den Sieg erkämpft. Dieser Auftritt gibt uns viel Selbstbewusstsein für das Derby gegen Balingen.“