#Männereins feiern ersten Heimsieg seit November 2025

#Männereins feiern ersten Heimsieg seit November 2025

VfL Pfullingen – TV Erlangen-Bruck 38:35 (17:15)

Fast drei Monate mussten die Drittligahandballer des VfL Pfullingen auf den nächsten Heimsieg warten, am Samstag den 31. Januar 2026 war es dann endlich wieder soweit: Vor rund 650 Zuschauerinnen und Zuschauer setzten sich die Echazstädter, die mit dem krankheitsbedingten Ausfall von Rückraumspieler Niklas Roth erneut einen personellen Ausfall verkraften mussten, mit 38:35 gegen den TV Erlangen-Bruck durch.

Den Spielbeginn hatten sich die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer und seine Anhänger sicherlich anders vorgestellt. Nachdem Felix Zeiler den ersten Treffer der Partie markierte, erwischten die Gäste den deutlich besseren Start. Beim Stand von 2:7 sah sich VfL-Coach Fabian Gerstlauer so schon in der 8. Minute gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. In der Folge kam der VfL besser zurecht. Zunächst verkürzten Paul Prinz und Felix Zeiler auf 3:7 und 4:7, dann kämpften sich die Pfullinger auf 8:8 (18. Minute) heran. Dem VfL gelang es dabei, einige Ballverluste beim Aufsteiger zu provozieren und zeigte sich offensiv deutlich abschlussstärker, als zuletzt gegen Kornwestheim. Philipp von Alvensleben brachte die Gäste dann wieder mit 8:9 in Front, ehe Fynn Hofele, der bei seinem Comeback nach einer Handverletzung eine starke Leistung zeigte, wieder ausgleichen konnte. In der 22. Minute wurde die ohnehin zerfahrene Partie noch hitziger: Lukas List sah nach einem Foul die Rote Karte, Erlangens Jonas Poser nach einer kurzen Rudelbildung eine Zwei-Minuten-Strafe. Vom Wegfall ihres Kapitäns liesen sich die Pfullinger aber nicht aus dem Konzept bringen – im Gegenteil, bis zur 25. Minute zog der VfL Pfullingen auf 15:12 weg und führte nach dem Sieben-Meter-Treffer von Christopher Rix in der 28. Minute zum 17:13 sogar mit vier Toren. Erlangen-Bruck verkürzte bis zur Halbzeit noch auf 17:15.

Auch nach der Pause legte der VfL Pfullingen weiter vor und führte nach dem Treffer von Julius Schmidt in der 37. Minute zum 23:18 mit fünf Toren. Abschütteln ließ sich der Aufsteiger aber nicht, denn dieser nutzte eine Unterzahl der Gastgeber und kam mit einem 0:3-Lauf bis zur 41. Minute auf 24:23 heran. Die Echazstädter behielten aber einen kühlen Kopf und setzte dem selbst einen 3:0-Lauf entgegen. So leuchtete in der 43. Minute ein 27:23 auf der Anzeigetafel der Kurt-App Halle. Die Partie blieb auch in der zweiten Halbzeit zerfahren, auf beiden Seiten gab es einige Zeitstrafen. Pfullingen führte aber bis zur 52. Minute weiterhin mit vier Toren. In der Schlussphase wurde es dann nochmal eng, denn der TV Erlangen-Bruck gab weiter nicht auf. Doch Pfullingen hatte mit Daniel Schlipphak in der Schlussphase einen starken Rückhalt. Der 29-Jährige, der nach der Saison seine Karriere beenden wird, parierte nicht nur einen Sieben-Meter von Jonas Poser, er entschärfte auch weitere wichtige Bälle. Am Ende setzte sich Pfullingen mit 38:35 durch und feierte den ersten Heimsieg seit dem knappen Erfolg gegen die HSG Konstanz. Diese Leistung honorierte auch das Publikum mit minutenlangem Applaus und „Pfullingen, Pfullingen“-Rufen.

Nach dem Schlusspfiff zeigte sich VfL-Trainer Fabian Gerstlauer entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Nach den letzten Wochen und dem nervösen Start im Angriff ist es schon herausragend, wie wir das Spiel drehen und gewinnen.“ Besonders hob der VfL-Coach dabei den Zusammenhalt seines Teams hervor, der sich vor allem in schwierigen Phasen bemerkbar machte: „Die mannschaftliche Geschlossenheit war heute extrem wichtig, vor allem gegen einen guten Gegner, der auch nach unserer Führung immer wieder dranbleibt und nicht aufgibt.“ Ein Schlüsselmoment der Partie war die Rote Karte gegen Kapitän Lukas List, die die Echazstädter jedoch nicht aus dem Konzept brachte – im Gegenteil: „Die Rote Karte hat die Mannschaft eher aufgerüttelt. Danach sind wir noch enger zusammengerückt“, erklärte Gerstlauer. Für den Trainer war der Sieg daher ein klarer Beleg für die Entwicklung seines Teams: „Ich muss wirklich meinen Hut ziehen vor der Leistung meiner Mannschaft.“ Besonders emotional war für ihn der lange ersehnte Erfolg in der Kurt-App Halle, bei dem auch die Fans eine entscheidende Rolle spielten: „Wir mussten lange auf den nächsten Heimsieg warten. Die Unterstützung vom Publikum war heute wieder da – wir haben sie gebraucht. Das war extrem wichtig für uns.“



von lw - 01. Februar 2026 14:17