HBW Balingen-Weilstetten II – VfL Pfullingen 23:26 (15:13)
Mit dem Derbysieg in Balingen haben die Drittligahandballer des VfL Pfullingen den dritten Sieg in Folge gefeiert. Am frühen Sonntagabend setzte sich die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer mit 23:26 beim HBW Balingen-Weilstetten II durch. Vor allem in der Defensive überzeugten die Echazstädter und ließen in der zweiten Halbzeit nur noch acht Gegentore zu.
Die Partie begann ausgeglichen und zunächst konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Dies änderte sich aber nach rund 23 Minuten. Nach dem 11:12 durch Sascha Brodbeck gelang den Gastgebern ein 4:0-Lauf und der VfL Pfullingen lag in der 27. Minute mit 15:12 zurück. Wenigstens um ein Tor verkürzte Felix Zeiler noch bis zur Halbzeitpause.
Mit einem Doppelschlag von Niklas Roth kam der VfL Pfullingen binnen dreieinhalb Minuten nach Wiederanpfiff zum Ausgleich, Balingen hielt aber dagegen und führte in der 36. Minute beim Stand von 17:15 wieder mit zwei Toren. Die Pfullinger Defensive wurde nun aber immer stabiler und riss mit einem 0:4-Lauf bis zum 17:19 in der 43. Minute die Führung an sich. Balingen ließ sich aber weiter nicht abschütteln und verkürzte durch den ehemaligen Pfullinger Jugendspieler Mischa Locher in der 50. Minute auf 21:22. In der 55. Minute leuchtete ein 22:23 auf der Anzeigetafel der Mey Generalbau Arena. Es bahnte sich ein Krimi an. VfL-Trainer Fabian Gerstlauer stimmte dann seine Mannschaft in der 55. Minute mit einer Auszeit auf die Schlussphase ein – und diese zeigte Wirkung: Mit zwei Toren in Folge erzwangen die Pfullinger dir Vorentscheidung. Spätestens nach dem 22:26 durch Fynn Hofele 43 Sekunden vor dem Ende war das Spiel entschieden. Louis Mann gelang für den HBW II nur noch der Treffer zum 23:26-Endstand.
„In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan, die nötige Geschlossenheit in der Abwehr aufs Spielfeld zu bekommen“, erklärte der VfL-Trainer. Geärgert haben ihn die Ballverluste im Angriff: „Durch einfache Fehler laden wir Balingen zu leichten Gegenstoßtoren ein. Das darf uns so nicht passieren.“ Nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft jedoch die richtige Reaktion gezeigt. „In der zweiten Halbzeit standen wir in vielen Situationen deutlich sicherer. Wir bekommen nur noch acht Gegentore – das ist ein richtig guter Wert.“ Auch offensiv sei der Auftritt verbessert gewesen: „Im Angriff waren wir entschlossener, klarer in unseren Aktionen und haben bessere Entscheidungen getroffen.“ Für Gerstlauer stand deshalb fest: „Am Ende gewinnen wir das Spiel verdient, weil wir uns gesteigert und in der entscheidenden Phase kühlen Kopf bewahrt haben.“ Trotz aller Zufriedenheit blickt der Coach aber auch nach vorn: „Wir haben noch einiges, was wir in den nächsten Wochen verbessern müssen. Da gibt es weiterhin Themen, an denen wir arbeiten.“ Der Derbysieg sei dennoch wichtig: „So ein Erfolg gibt natürlich Selbstvertrauen – und das nehmen wir gerne mit.“