VfL Pfullingen – HSG Bargau/Bettringen 29:25 (18:10)
Der VfL Pfullingen hat den Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg aus eigener Kraft gesichert. Im entscheidenden letzten Saisonspiel bezwangen die Echazstädterinnen die HSG Bargau/Bettringen mit 29:25. Grundlage für den Erfolg war eine überragende erste Halbzeit – und ein emotionaler Auftritt, der geprägt von Tempo und absolutem Willen war.
Die Mannschaft von Trainer Sebastian Krüger ging hochmotiviert in die Partie und stellte von Beginn an eine kompakte und agressive Abwehr aufs Parkett. Dahinter erwies sich Torhüterin Laura Hack einmal mehr als sicherer Rückhalt. Nach einem ausgeglichenen Start (3:3, 8. Minute) zog der VfL so erst auf 7:3 (12. Minute) und dann auf 12:6 (23. Minute) davon. Offensiv drückten die Pfullingerinnen konsequent aufs Tempo und setzten die mit kleinem Kader angereisten Gäste permanent unter Druck. So spielten die Blau-Weißen immer wieder die Außenspielerinnen Michelle Sulz und Mona Abele frei und fanden auch im Rückraum gezielt Lücken. Ein Doppelschlag von Michelle Sulz brachte in der 28. Minute das 16:9. Zwar verkürzte Bargaus Melina Wamsler im direkten Gegenzug, doch eine Auszeit von VfL-Trainer Sebastian Krüger kurz vor der Pause zeigte Wirkung: Mit großer Entschlossenheit setzte der VfL noch einmal nach. Zunächst traf Mia Baldszus 13 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff sehenswert aus dem Rückraum zum 17:10, ehe sie nach einem schnellen Ballgewinn mit der Pausensirene sogar noch auf 18:10 erhöhte – ein Schlussspurt, der in der Kurt-App Halle bereits für Jubelstimmung sorgte.
Nach der Pause machten die Echazstädterinnen genau da weiter, wo sie vor dem Seitenwechsel aufgehört hatten und schraubten ihren Vorsprung auf 22:10 (36. Minute) hoch. In der Folge schlichen sich jedoch einige Unkonzentriertheiten ein, sodass die HSG Bargau/Bettringen den Rückstand nach und nach verkürzen konnte. Vor allem die drittligaerfahrene Rückraumspielerin Anja Schwenk stellte die VfL-Abwehr zunehmend vor Probleme. Aylin Cetin, die am Ende mit 10 Toren (davon 5/5 Sieben-Meter) die treffsicherste VfL-Spielerin war, und Laura Wohnus hielten mit ihren Treffern aber dagegen. Auch A-Jugendspielerin Clara Koch zeigte in der Schlussphase mit schönen Aktionen im Angriff, welches Potential in ihr steckt. Trotz nachlassender Kräfte am Ende der langen und harten ersten Oberliga-Saison ließen die Gastgeberinnen die Gäste nicht näher als auf vier Tore herankommen. Am Ende feierte der VfL Pfullingen einen souveränen und hochverdienten 29:25-Heimsieg und sicherte sich damit aus eigener Kraft den Klassenerhalt in der Oberliga Baden-Württemberg.
Im Anschluss an das Spiel wurde es emotional: Katrin Pieringer und Nisa Ari wurden nach acht bzw. sieben Jahren im Team verabschiedet. Beide hängen die Handballschuhe an den Nagel. Verabschieden musste sich der VfL Pfullingen außerdem von Co-Trainer Björn Daubenfeld, Phsyiotherapeutin Jana Plankenhorn sowie – bereits zwei Wochen zuvor – Torwarttrainerin Agnes Wohnhas. Alle drei müssen aus beruflichen und privaten Gründen kürzer treten.