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VfL mit Torhunger vor Spitzenspiel

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Niklas Roth war am Samstagabend zwölf Mal erfolgreich. Bild: Axel Grundler

VfL Pfullingen – SV Salamander Kornwestheim 40:36 (22:19)

Nachdem der VfL die Partie in der Hinrunde beim SV Salamander Kornwestheim knapp mit 41:39 für sich entscheiden konnte, kündigte Jan Reusch, Spielmacher des SV und früherer VfL-Spieler im Vorfeld an, man wolle eine „offene Rechnung begleichen“. Wenn man sich Teile der Statistik anschaut – es wurden 5:3 Zeitstrafen ausgesprochen, zudem war das Strafwurfverhältnis 3:9 - Rahmenbedingungen, die einen Heimerfolg für die Blauweißen aus der Echazstadt hätten erschweren können. Der VfL bestand jedoch mit Herz und Leidenschaft.

Beide Teams schenkten sich von Anfang an wenig – zudem benötigten beide Abwehrreihen etwas Zeit um auf Betriebstemperatur zu kommen. So sah man schnell zahlreiche Treffer, wobei die Hausherren um Kapitän Micha Thiemann immer vorlegten. Vor dem 6:4 (10.) fing Youngster Niklas Roth einen Pass, der zum Gegenstoß führen sollte, ab und initiierte seinerseits einen Gegenstoß – schloss diesen mit dem Treffer zu eben jenem 6:4 ab. Danach ging ein Ruck durch das Team von Trainer Daniel Brack, das erneut auf den angeschlagenen Marc Breckel verzichten musste. Bis zur 14. Minute konnten die Hausherren, durch eine nun konzentriertere Abwehrleistung und mit einem gut aufgelegten Daniel Schlipphak im Tor  ihre Führung auf 10:6 ausbauen. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte schwankte die Führung des VfL zwischen zwei und fünf Toren – das Team von der Echaz versuchte immer wieder sich abzusetzen, die Gäste fanden jedoch ihrerseits ständig antworten. Sechs Sekunden vor der Halbzeit kamen die Gäste auf 21:19 heran – der VfL nahm eine Auszeit. Niklas Roth erzielte mit einem Buzzer-Beater den 22:19-Halbzeitstand.

Nach Wiederanpfiff konnten die Gäste zunächst bis zur 33. Minute auf 23:22 verkürzen. Treffer von Lukas List und Alexander Schmid stellten die alte Führung des VfL wieder her (25:22/35.). Es sollte sich nun erneut ein Schlagabtausch mit offenem Visier entwickeln, wobei es der VfL verpasste mit einem Lucky Punch eine Vorentscheidung herbeizuführen. So führte der VfL in der 49. Minute mit 35:29 – dennoch war die Messe noch nicht gelesen. Die Abwehr stand zwar besser als zu Beginn der Partie, aber man leistete sich nun im Angriff den einen oder anderen Fehlwurf bzw. technischen Fehler. Als gegen Lukas Fischer nach dessen Treffer zum 38:34 (57.) eine Zeitstrafe ausgesprochen wurde, war der VfL kurz vor Spielende in doppelter Unterzahl, da auch Niklas Roth eine Zeitstrafe verbüßte. Die Gäste verkürzten zwar noch zwei Mal – doch beide Male antwortete der VfL durch Lukas List, der auch den Siegtreffer zum 40:36 erzielte.

Beim VfL ragten Niklas Roth mit 12 sowie Lukas Fischer mit sieben Treffern heraus. Christian Jabot brachte die Souveränität zurück an die Strafwurflinie – er verwandelte alle drei Pfullinger Strafwürfe. Im Tor zeigte Daniel Schlipphak 19 Paraden.

Gästecoach Dr. Alexander Schurr machte nach der Partie sowohl die Abwehr als auch eigene technische Fehler als Ursache für die Niederlage aus.
Daniel Brack hob hervor, dass wieder einmal Kleinigkeiten zwischen Sieg und Niederlage entschieden. Dabei hoffte man natürlich auch, dem designierten Meister TuS Fürstenfeldbruck, bei dem der VfL am kommenden Samstag gastiert, in die Meisterschaftssuppe spucken zu können. Ob Marc Breckel, der erneut gut von Julius Haug vertreten wurde, dann wieder dabei sein wird, ist noch nicht abzusehen. sege

So spielte der VfL:
Daniel Schlipphak, Nicolas Gross - Alexander Schmid 4, Robin Keupp, Niklas Roth 12, Micha Thiemann 2, Paul Prinz 2, Christian Jabot 6/3, Florian Möck 1, Julius Haug 2, Lukas Fischer 7, Axel Goller, Lukas List 4, Manuel Bauer.

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