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VfL dreht Topspiel

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Für die Abwehr, hier Kapitän Micha Thiemann (14) und Lukas List (33), war das Topspiel ein hartes Stück Arbeit. Manchmal so hart, dass sich der Gegner den Ball genauer ansehen musste. Bild: Hans-Walter Tschirley/HWT Photography

TSB Heilbronn-Horkheim – VfL Pfullingen 28:31 (17:14)

Zum Topspiel des 20. Spieltags der Südstaffel in der 3. Liga gastierte der Tabellenzweite VfL Pfullingen am Samstagabend beim Tabellenvierten, dem TSB Heilbronn-Horkheim.

Von Beginn an legten die Gastgeber, bei denen seit dieser Saison Michael Schweikhardt an der Seitenlinie steht, ein hohes Tempo vor, lagen in der neunten Spielminute bereits 6:3 in Führung. Ein 3:0-Lauf mit Treffen von Christian Jabot, Axel Goller und Marc Breckel egalisierte diese Führung der Unterländer bis zur 12. Minute wieder. In der Folge entwickelte sich eine enge Partie, bei der auf beiden Seiten die Abwehrreihen und die Torhüter den Ton angaben. Im weiteren Verlauf legten die Gastgeber immer wieder vor, der VfL ließ den Anschluss bis kurz vor der Pause nicht abreißen. Erst in der Endphase der ersten dreißig Minuten konnte der TSB auf 17:14 stellen. Nachdem der letzte Angriff des VfL vor der Pause nicht zum Torerfolg führte, gingen die Gäste mit diesem drei Tore-Rückstand in die Kabine.

In der zweiten Hälfte behielten die Hunters zunächst die Oberhand, führten in der 35. Minute mit 20:15 – der VfL hingegen konnte sich im Angriff mehrfach nicht durchsetzen. In der Folge zeigte das Brack-Team noch mehr Herz und Leidenschaft als zuvor, und schloss – auch angetrieben von den wieder zahlreich mitgereisten Fans – Tor um Tor auf die Hausherren auf. Durch Tore von Alexander Schmid und Axel Goller glichen die blauweißen in der erstmals seit Mitte der ersten Hälfte wieder aus. Niklas Roth und Christian Jabot sorgten nach einem Zerweck-Gegentor in der 51. Minute für die 27:26-Führung für das Team aus der Echazstadt. Dies war auch der starken Abwehrarbeit in Zusammenspiel mit Torhüter Daniel Schlipphak, der gut ein Drittel aller würfe entschärfte, geschuldet. Kurz darauf erhöhte Marc Breckel, der sich wieder besser entfalten konnte als in der Vorwoche, auf 28:26. Die Gäste erzielten nochmal den Anschluss, doch erneut Jabot von der Strafwurflinie und Alexander Schmid an alter Wirkungsstätte sorgten mit den Treffern zum 30:27 (59.) für die Vorentscheidung. 40 Sekunden vor Spielende verkürzten die Gastgeber noch auf 30:28 – Marc Breckel machte mit seinem achten Treffer des Abends nur 12 Sekunden später den Deckel endgültig drauf. Am Ende stand ein hart erarbeiteter und verdienter 31:28 –Sieg, mit dem der VfL den zweiten Tabellenplatz festigte.

TSB-Trainer Michael Schweikhardt war nach der Partie sichtlich enttäuscht, fand für die Leistung seines Teams teils deutliche Worte, fand die Angriffsleistung insgesamt „ordentlich“.
VfL-Coach Daniel Brack hatte Mitte der zweiten Hälfte „nicht mehr mit einem Sieg gerechnet“, zollte beiden Teams seinen Respekt und meinte, dass „dies eine Drittligapartie auf höchstem Niveau“ gewesen sei. Dass sein Team diese – verloren geglaubte – Partie noch „im Stile eines Topteams“ drehen konnte, erklärte er sich damit, dass Handball manchmal „ein verrückter Sport“ wäre“.

Am kommenden Samstag gastiert um 20.00 Uhr mit der TGS Pforzheim das Team, das vor der Saison bei der Frage nach dem Staffelmeister meistgenannt wurde, in der Kurt-App-Halle. Die Goldstädter haben seit vergangener Woche mit Andrej Klimovets wieder ihren neuen, alten, Coach auf der Trainerbank. sege

So spielte der VfL:
Daniel Schlipphak, Nicolas Gross – Alexander Schmid 2, Marc Breckel 8, Robin Keupp, Niklas Roth 7, Micha Thiemann, Paul Prinz 2, Christian Jabot 6/6, Florian Möck 1, Julius Haug, Lukas Fischer 1, Axel Goller 2, Lukas List 2, Manuel Bauer.

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