VfL

Den Widrigkeiten getrotzt

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Die Freude über den Auswärtssieg in Pforzheim war groß beim VfL. Archivbild: Axel Grundler

TGS Pforzheim – VfL Pfullingen 28:29 (19:16)

Im Spitzenspiel des Wochenendes siegte Drittligist VfL Pfullingen bei einem der Topfavoriten um den Aufstieg in die zweite Bundesliga mit 29:28 (19:16). Dabei trotzte das Team von Coach Daniel Brack nicht nur der aktuellen Verletztenmisere, denn nicht jeder Akteur auf der Platte erwischte einen guten Tag.

Von Beginn an ging beim VfL die Post ab, man lag nach drei Spielminuten durch Tore von Alexander Schmid, Florian Möck, Niklas Roth und Marc Breckel bereits mit 4:0 in Führung. Das Team aus der Echazstadt agierte hierbei sehr agil in der Abwehr, drängte die favorisierten Goldstädter in Fehler und nutzte ebendiese dann eiskalt aus. In der Folge kamen die Gastgeber deutlich besser ins Spiel, lagen Mitte der ersten Hälfte dann ihrerseits mit 8:6 in Führung. In dieser frühen Phase belohnte sich der VfL für seinen starken Start nicht, verlor hingegen mehrfach den Ball in scheinbar einfachen Aktionen. Bis zur Pause gab es zudem so manch einen Aufreger für die mitgereisten Fans des VfL, die verschiedene auf der Platte gefällte Entscheidungen nicht nachvollziehen konnten. Zur Halbzeit lag der VfL, trotz zahlreicher Paraden von Daniel Schlipphak, mit drei Treffern (16:19) zurück.

In der zweiten Hälfte kam der VfL erneut frischer aus der Kabine, hatte in der 37. Minute in Person von Florian Möck die Chance, zum 20:20 auszugleichen, doch fand dieser in Sebastian Ullrich im Tor der TGs seinen Meister. Kurz darauf war es an Axel Goller, den Ball zum Ausgleich in des Gegners Maschen unterzubringen. Bis zum 25:25 bewegten sich die Teams auf Augenhöhe, erst danach konnten die Gastgeber wieder, wenn auch umstritten, mit zwei Treffern in Führung gehen (27:25/54.). Sollte Fortuna auf Seiten der Hausherren sein? Weit gefehlt, denn der VfL zeigte Moral, steckte, obwohl nur mit 12 Spielern angereist, nicht auf und konnte durch drei Tore von Lukas Fischer wieder zum 28:28 ausgleichen. Vorausgegangen war ein großartiges Aufspielen von Nicolas Gross, der zunächst einen Strafwurf, danach auch den Nachwurf parieren konnte. In der Folge rutschte Marc Breckel auf des Gegners Schweißspur aus, was den Hausherren erneut das Spielgerät verschaffte. Doch diesen Angriff wehrte der nun wieder eingewechselte Daniel Schlipphak ab. Im Gegenzug markierte Lukas Fischer erzielte in Unterzahl mit seinem achten Treffer den Ausgleich und Niklas Roth sorgte für den VfL nach einer erneuten Schlipphak-Parade 69 Sekunden vor Spielende den Siegtreffer. Im Gegenzug versuchten die Spieler der TGS noch einmal alles, auch teils Fragwürdiges, um zum Ausgleich zu kommen, diese Bemühungen waren ebenso wenig von Erfolg gekrönt, wie der folgende Angriff des VfL.

Nach dem Spiel freute sich Daniel Brack, Trainer des VfL, über die starke Abwehrleistung in der zweiten Hälfte, gab auch zu bedenken, dass die Partie auch anders hätte ausgehen können. „Man sah, dass beide Teams sehr gut aufeinander eingestellt waren“. Sein Gegenüber Michael Rost, ebenfalls seit dieser Saison Kommandogeber, war sehr enttäuscht, lobte den VfL, der „nie aufgegeben hatte zu fighten“ und sah auch, „dass seine Jungs alles reingeworfen hatten“. Auf die kritische Frage, weshalb er kurz vor Ende der Partie keine Auszeit genommen hätte, meinte Rost, dass man dies im bilateralen Gespräch „gemeinsam entschieden hätte – auf um dem VfL nicht die Chance zu geben, sich nochmals neu zu formieren“. Hier sprang Brack seinem Kollegen zur Seite und meinte, „auch er hätte in dieser Phase keine Auszeit genommen“.

So spielte der VfL:
Daniel Schlipphak, Nicolas Gross – Alexander Schmid 5, Marc Breckel 3/2, Felix Stahl, Niklas Roth 7, Micha Thiemann, Paul Prinz, Florian Möck 4, Julius Haug, Lukas Fischer 8, Axel Goller 2, Manuel Bauer.

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